Die Permakultur-Prinzipien

Wie bereits angekündigt, kommen hier einige weitere der 12 Prinzipien von David Holmgren, die für permakulturelles Denken und Designen sehr nützlich sind. Sie lassen sich zum Beispiel für deine Gartenplanung verwenden oder auch im sozialen Kontext anwenden.

2. Prinzip: Sammle und speichere Energie

Da stellt sich natürlich erst mal die Frage: Welche Energieformen gibt es überhaupt? Für den Garten gibt es da zum Beispiel Wasser, Wind, Wärme/Licht, Biomasse. Ziel ist es die Energie möglichst lange im System zu halten. Stichwort Kreisläufe. Und wie geht das? Die Möglichkeiten sind divers und endlos. Klassisch sind Regenauffangsysteme und -speicher, Mulch (hält Wasser im Boden), Steine als Wärmespeicher, Maßnahmen, die Wasserspeicherkapazität des Boden erhöhen, Bäume pflanzen (Baum=Energiespeicher), Saatgut sammeln und und und. Umso besser wir es schaffen die Energie in unserem System zirkulieren zu lassen und nicht einfach rausrauschen zu lassen, desto weniger Engerie muss dem System von außen zugeführt werden. Klingt logisch oder?

Doch unser alltägliches, gesellschaftliches System ist meist ganz anders aufgebaut. Energie (egal in welcher Form) ist jederzeit von außen verfügbar: Der Wasserhahn läuft, das Licht brennt, die Heizung funktioniert. Supermärkte haben fast rund um die Uhr geöffnet. Die Notwendigkeit Energie zu sammeln oder gar zu speichern ist quasi nicht mehr gegeben. Denn Speichern wird erst unbedingt notwendig wenn es auch Zeiten des Mangels gibt. Und hier fragt sich der Permakultur-Designer: Geht das nicht auch anders? Muss es erst zu spät sein bevor wir anfangen nachhaltig mit Energie zu haushalten? Welche lokalen Energiequellen gibt es hier und wie kann ich diese nutzen? Schon das Trocknen der Wäsche in der Sonne oder das Auffangen des Duschwassers zum weiteren Gebrauch ist eine Nutzung lokal verfügbarer Energie.

Und auch im sozialen Bereich ist es wichtig mit Energie zu haushalten. Wo geht meine Energie hin und wo bekomme ich Energie her? Und möchte ich so viel Energie für diese Sachen aufwenden? Oder geht das auch anders?

3. Prinzip: Erwirtschafte einen Ertrag

Bei diesem Prinzip ist bei mir zuerst ein ablehnendes Gefühl entstanden. Ich muss einen Ertag erwirtschaften? Das hat sich für mich im ersten Moment ziemlich konsumorientiert und wirtschaftlich angehört.

Was ist eine Ertrag? Alles mögliche kann ein Ertrag sein. Damit ist keinesfalls nur die Ernte in Form von Obst und Gemüse gemeint. So können Materialien zum Mulchen ein Ertrag sein oder Äste zum Zäune bauen etc. Und dann gibt es natürlich auch noch die immateriellen Erträge, den ’seelischen Ertrag‘. Dazu kann gehören, dass dir dein Garten Freude und Entspannung bringt oder dass du in deinem Garten Raum hast für ein schönes Beisammen-Sein, für Begnungen.

Inzwischen finde ich dieses Prinzip sehr schön. Es verdeutlicht für mich, dass alles ein Geben UND Nehmen ist. Denn wenn ich Energie in das System gebe, sei es nun physische, geistige oder materielle Energie, dann darf ich auch etwas zurück kommen lassen. Ich darf auch etwas ernten. Denn ein System, in dem ich nichts ernten kann, mich also nicht mal selbst versorgen kann, werde ich nicht erhalten können/wollen.

4. Prinzip: Nutze Selbstregulation und Feedback

Ein Ziel der Permakultur sind sich selbst regulierende Systeme. Mit anderen Worten: Ein Garten, der sich selbst begärtnert und sich in einem stablien Gleichgewicht befindet. Positives und negatives Feedback halten sich die Waage, wodurch das Wachstum auf ein (für das System) gesundes Maß begrenzt wird. Ein System, was sich selbst reguliert, bedarf wenig bis gar keine korrigierende Eingriffe von Außen. Das bedeutet für einen Gärtner konkret: weniger Arbeit.

Alles um dich herum gibt dir ständig Feedback auf dein Verhalten. Und doch bekommen wir oft die Auswirkungen unserer Handlung überhaupt nicht mit. Sei es nur etwas so alltägliches wie der Einkauf im Laden. Vielleicht kaufst du dir eine Tafel Schokolade. Woher kommt der Kakao? Was löst du damit in einem weit entfernten Land aus, wenn du diese Schokolade kaufst? Bei den Anbauern, für das Ökosystem? In unserer weiten, vernetzten Welt sieht man oft die Konsequenzen seiner Handlungen nicht mehr. Umso wertvoller ist es das direkte Feedback, was wir von unseren Mitmenschen und der Natur um uns herum bekommen, wahrzunehmen, zu akzeptieren und im besten Fall sogar umzusetzen..


Zu jedem der Prinzipien gibt es gefühlt unendlich viel zu sagen. Teilweise verschwimmen sie auch ineinander und während ich darüber schreibe, habe ich das Gefühl noch lange nicht erfasst oder verstanden zu haben, was alles dazu gehört. Also lasse ich meinen Perfektionisten mal in den Hintergrund treten und mache die Bühne frei für die Herzensstimme, die mir ein Gefühl der Zufriedenheit schenkt.

Permakultur bietet mir Werkzeuge an, keine fertigen Lösungen. Und so kommt es wie bei allen Werkzeugen darauf an, wer sie benutzt und wie sie benutzt werden. Die Ideen und Lösungen kommen aus mir heraus- aus dir. Und so wünsche ich mir, dass du diese Prinzipien verstehst: als Inspiration für deine eigene Kreativität, für deinen Weg und deine Lösung.

Mein Permakultur-Garten-Projekt

Als wir im März das Jahr hier begonnen haben, hat jeder von uns eine Fläche im Gemeinschafts-Garten bekommen, die wir frei gestalten durften. Gleich am dritten Tag standen wir mit Holzpfeilern und Schnur im Garten und haben unser Stück abgemessen. Round about 80m². Mein erster eigener Garten. Ich weiß noch genau, wie ich mich gefühlt habe: Begeisterung und Vorfreude gepaart mit Überforderung und Ratlosigkeit. ‚Was ist denn nun zu tun und wie soll es später aussehen und wie mache ich das?‘

Anfang März: Erste Aufnahme von meinem Garten-Grundstück

Die ersten Wochen bestanden aus beobachten: Was ist da (Pflanzen, Tiere, etc.); wie fühlt sich es an da zu sein; was brauche ich; was fehlt mir; welche Träume und Ideen habe ich; was gibt der Boden her... aus ganz viieel lesen. Über Permakultur, Gartengestaltung, Bodenbearbeitung und und und.

Und wild drauf los hacken. Ganz nach dem Motto: Learning by doing. Denn so viel war klar: der Boden musste sowieso vorbereitet werden. Zum Großteil war das Stück im vergangenen Jahr nicht bewirtschaftet worden. Dementsprechend hat sich Gras, insbesondere Quecke breit gemacht. Wer Quecke nicht kennt: Hierbei handelt es sich um eine Gräserart, die unterirdisch lange Wurzeln ausbildet. Das fiese für den Gärtner ist: aus jedem Stückchen Wurzel, was nicht entfernt wurde, kann neues Gras aussprießen, die Pflanze sich also weiter vermehren.

Während dieser Zeit habe ich seehr viele Pläne und Skizzen angefertigt und wieder verworfen. Eines der Permkultur-Prinzipien lautet Gestalte vom Muster zum Detail. Also habe ich versucht das passende Muster zu finden.

Der Jahresverlauf schritt weiter voran, die ersten Kulturpflanzen mussten bereits ausgesäht werden. So habe ich kurzerhand in der Hälfte, die bereits freigelegt war, Dicke Bohne eingesät, welche als Leguminose die Bodenqualität verbessert.

Doch DAS Muster ließ noch auf sich warten. An einem Tag war ich ziemlich frustriert deswegen und habe es erst mal aufgegeben weiter zu planen, da ich irgendwie feststeckte. In dieser Nacht kam es dann auf einmal von ganz alleine zu mir. Ich lag im Bett und begann mich zu entspannen, und auf einmal war das Muster da. Ich knipste gleich das Licht an und begann meine Ideen in meinen Block zu kritzeln. Ich habe insgesamt drei Mal das Licht an und wieder ausgemacht. Es war als wäre ein Damm gebrochen, die Ideen kamen nur so herbeigeströmt.

April. Etwa einen Monat nach Beginn gab es dann die ersten sichtbaren Formen. Mit Hilfe von langen Stangen und Stroh (das als schützende Mulchschicht auf fertig bearbeiteter Erde dient) habe ich versucht mein auf Papier erstelltes Muster wirklich werden zu lassen.

Doch natürlich war es damit nicht getan. Das Muster war zwar da, doch nun ging es ins Detail. Welche Pflanzen möchte ich habe und wohin und mit wem und wie viele. Und immer wieder beobachten und auf das reagieren, was in meinem Garten passiert.

Nach dem übergeordnetem Muster folgten einige „feste“ Elemente: Ein Hügelbeet und ein Rankgitter/Windschutz/Sichtschutz.

Im April werden auch die ersten Pflänzchen eingesetzt und die frostunempfindlichen ausgesät, viele weitere Pflanzen werden bereits im warmen Haus vorgezogen.

Mai.

Anfang Mai kommt die im März eingesäte Dicke Bohne zum Vorschein. Und auch allgemein wird es jetzt schnell grüner. Inzwischen habe ich die Wege mit Häcksel ausgestreut, um die Wegestruktur besser erkenntlich zu machen und die Bodenqualität trotz ständigem Betreten eingermaßen zu erhalten.

Und eine Bienentränke ist als neues Element am Start. Denn ja auch Bienen brauchen Wasser zum trinken. Und da wir zwei Völker im Garten aber kein Wasser in der Nähe hatten, habe ich einfach mal ein altes Waschbecken umfunktioniert. Die Ttränke war mein Highlight der nächsten Tage/Wochen. Jedes Mal wenn ich dort Bienen hab trinken sehen, habe ich mich gefreut wie eine Bienenkönigin.

Nur zwei Wochen später sieht der Garten schon so aus:

Ende Mai: Es wird grün. Ein Rank-„Tipi“ für Feuerbohnen und ein Stuhl (wer weiß wofür) sind dazugekommen

Es ist immer wieder erstaunlich, was alles in so kurzer Zeit passieren kann. Alles wächst und gedeirht und es wird immer grüner. Die Eisheiligen sind auch vorbei, das Risiko der Nachtfröste also auf ein Minimum gesunken- jetzt dürfen auch die empfindlichen Pflanzen wie Tomaten, Kürbis oder Gurke rausgepflanzt werden. Andere Kulturen, die schon etwas länger in der Erde sind, wie Kartoffeln oder Zwiebeln schauen bereits aus der Erde heraus.

Juni. Es wächst und wächst und wächst. So rasend schnell. Nach einer Woche Abwesendheit musste ich mir die Wege wieder frei hacken damit ich überhaupt hindurch komme. Die Natur ist ein echtes Wunderwerk. Ich kann immer wieder nur stauenen, was sie alles fertig bringt. Abgeknickte, tot aussehende Pflanzen erblühen wieder zum Leben; trockene, harte Samen bringen lebendige, grüne Pflanzen hervor und aus brauner Erde entsteht ein Blütenparadies ohne mein Zutun.

Mitte Juni: Es wächst…

Doch natürlich bringt das Ganze auch einiges an Arbeit mit sich. Zumindest wenn ich auch einge der Sachen ernten möchte, die ich ausgesät habe. So wird das ‚Krauten‘, insbesondere das Distelstechen, zu meinem ständigen Begleiter, Kartoffelkäfer werden abgesammelt oder auch mal Schnecken, der Mulch wird je nach Witterung hin und her geschoben und habe ich das Krauten schon erwähnt?

Gleichzeitig gibt es auch in meinem Garten die ersten Sachen zu ernten: Radischen, Salat und Erdbeeren und seit kurzem auch Dicke Bohnen, Zuckerbsen und Kapuzinerkresse.

Und es gibt kein schöneres Gefühl als Sachen aus dem eigenen Garten zu ernten und zu essen, zu sehen wie Pflanzen, die ich nur als Samen in die Erde gelegt habe, wachsen und wie alles grün, bunt, lebendig wird.

Anfang Juli: Es wird bunt. Mohn, Malve, Tagetes, Klee, Kapuzinerkresse und Ringelblume zieren nun meinen Garten mit ihren Blüten.

Es ist eine super schöne Erfahrung diesen Garten mit all seinen Pflanzen und Tieren durch das Jahr begleiten zu dürfen und die Veränderung beobachten zu können.

Permakultur- So fing die Reise an

Eine intensive Permakultur-Woche liegt hinter mir. Die erste Woche meines Permkaultur-Design-Kurses. Wenn ich gefragt werde, wie es war, weiß ich immer gar nicht, was ich darauf antworten soll. Denn es war so vieles. Und auch jetzt, wo ich überlege, was -von diesem riesigen Ganzen, was ich gelernt habe- ich mit euch teilen möchte, weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll.

Vielleicht einfach noch mal beim Ursprung.

Es war einmal ein junger Mann, Bill Mollison war sein Name, der in Australien lebte. Wir schreiben das Jahr 1959. In diesem Jahr zog Bill Mollison los in die Natur, den australischen Busch, den Urwald, den Dschungel. Er wollte die Flora und Fauna untersuchen. Er durchstreifte unerforschtes, unberührtes Gebiet. Wilde Landschaften. Und während er so dieses harmonisch funktionierende System betrachtete, schweiften seine Gedanken unwillkürlich zu den sich immer weiter ausbreitenden Rodungen und den Fortschreiten der industriellen Landwirtschaft. Und er fragte sich unwillkürlich „Wie gehen wir nur mit der Natur um?„. Er ließ seinen Blick wieder in den üppigen Urwald schweifen. Zu den kleinen Pflanzen, den Büschen, den Bäumen, den Insekten, Vögeln, Reptilien und Säugetieren. Alle diese Wesen teilen sich diesen Lebensraum. Ein System, was schon seit Jahrhunderten, wenn nicht sogar Jahrtausenden besteht. Ein Gedanke nahm langsam Form an und Bill Mollison schrieb in sein Tagebuch: „Ich glaube, dass wir in der Lage sind Systeme zu erschaffen, die genauso gut sind wie dieses hier.“ Der Grundstein der Permakultur war gelegt.

Nach dieser ersten Erkenntnis -Vision- folgten Jahre der Beobachtung. Bis Anfang der 70er Jahre sammelte Mollison Informationen. Sein Ziel war es positive Lösungen zu finden, ohne gegen das bestehende ankämpfen zu müssen- schlicht einen anderen Weg zu gehen. Viel Wissen sammelte er bei indigenen Völkern -insbesondere bei den Aborigines. Denn auch diese leben schon seit ewiger Zeit harmonisch und nachhaltig mit ihrer Umgebung zusammen. Auch ging er immer wieder selbst in die Natur und versuchte die Komplexität dieses Systems zu verstehen.

Anfangs war permaculture = permanent agriculture, also dauerhafte Landwirtschaft, vor allem für landwirtschaftliche Systeme gedacht. Doch mit der Zeit entwickelte sich ein ganzheitlicher Ansatz, der alle Bereiche des Lebens miteinbezieht. So wird das Wort Permakultur inzwischen auch mit permanent culture- dauerhafte Kultur- übersetzt.

Gerade diese Ganzheitlichkeit macht für mich den Zauber von Permakultur aus. Es gibt nicht die eine Antwort oder Lösung oder das eine Ziel. Während des Permakultur-Design-Kurses wurde sehr oft und zu allen möglichen Themen gefragt ‚Macht man das so oder so in der Permakultur?‚ oder ‚Wenn ich das so mache, ist das dann Permakultur?‚. Die Antwort auf diese und ähnliche Fragen war stets ‚Es kommt drauf an‚. Heißt: Es kommt darauf an, was dein Ziel/deine Vision ist, was deine Bedürfnisse, Ressourcen und Begrenzungen sind. Ein Beispiel dafür, was nichts mit Garten oder Landwirtschaft zu tun hat, sondern eher mit dem sozialen Bereich, hat sich gegen Ende des Kurses zugetragen.

Am Ende des Kurses hatten wir die Möglichkeit unser neu erlerntes Wissen anzuwenden und auszuprobieren. Wir bekamen als Gruppe einen Design-Auftrag, welchen wir mit permakulturellen Werkzeugen angehen sollten. Am letzten Morgen sollten wir unser Design präsentieren. Alle Gruppen hatten dasselbe Problem: zu wenig Zeit für so eine komplexe Aufgabe. Als wir uns abends (unserem letzten Abend) um 21:21h für ein kleines Sommersonnenwend-Ritual trafen, war noch keine Gruppe wirklich fertig. Nun gab es verschiedene Arten mit dieser Situation umzugehen: Die meisten Gruppen trafen sich nach dem Ritual noch mal und arbeiteten weiter an ihrem Projekt. Am nächsten Tag stellten diese Gruppen tolle Design-Ideen vor mit kreativ gestalteten Präsentationen.

Bei der Feedback-Runde fragte eine Teilnehmerin ‚Ist das Permakultur so eine stressige Prüfungssituation zu kreieren? Das hat mir echt die schöne Woche ein bisschen kaputt gemacht den letzten Abend so zu verbringen.

Ja ist es.

Denn eine Gruppe entschied sich am Abend dazu die Arbeit ruhen zu lassen und am nächsten Tag zwar kein so gutes Ergebnis zu präsentieren, wie die anderen Gruppen, dafür aber einen schönen und stressfreien letzten Abend am Feuer zu genießen. Diese Gruppe hat die Selbstfürsorge über eine gute Präsentation gestellt

Permakultur sagt nicht, dass eine von den Gruppen richtig oder falsch gehandelt hat. Permakultur sagt ‚Es kommt drauf an‘. Es ist deine Entscheidung.

Permakultur gibt Werkzeuge an die Hand, um kreative Lösungen zu finden, möglichst zum Wohle aller Wesen.


Ich möchte euch nun eines der Werkzeuge aus dem Permakultur-Koffer vorstellen: Die 12 Prinzipien nach David Holmgren. Diese Prinzipien sollen dazu dienen die ethischen Grundlagen der Permakultur (zum nachlesen der Permakultur-Ethik: https://wirerdenkinder.family.blog/2020/03/30/permakultur-einfuhrung/) in konkretes Tun umsetzten zu können.

Das erste Prinzip lautet:
1. Beobachte und interagiere

Die Beobachtung ist in der Permakultur ein sehr wichtiger Schritt. Bevor es an die Planung geht, wird beobachtet. Und was? Alles, was da ist. Es werden alle Informationen gesammelt. Wichtig dabei ist auch wirklich nur zu beobachten- unvoreingenommen und wertfrei. Der zweite Teil ‚und interagiere‘ meint, dass du selbst auch immer Teil des Systems bist. Das heißt du kannst auch deine Interaktion mit den Systemelementen und allgemein deine Position im System beobachten.

Auch wenn dieses Prinzip sehr simpel erscheint, ist die Beobachtung ein sehr wichtiger Teil in einem Permakultur-Prozess und nimmt einen großen Zeitraum in Anspruch.

Es gibt sehr schöne Übungen, um einfach mal in diese Beobachtungsposition zu kommen und die Beobachtungsgabe zu schulen. Eine davon, die mich sehr inspiriert hat, nennt sich ‚I wonder…‘, also ‚Ich frage mich…‘. Bei dieser Übung geht es einfach und allein darum in deinem Garten (oder sonst wo) herum zu laufen, Dinge zu betrachten und Fragen zu stellen. ‚Warum stehen die Gänseblümchen hier immer in kleinen Grüppchen zusammen?‚, ‚Wie orten die Bienen Wasser?‚. Wichtig dabei ist: Du brauchst keine Antwortenzu finden. Es geht ums bloße Fragenstellen, ums Wundern und Staunen.

In den nächsten Wochen werde ich mir immer mal wieder ein paar der Prinzipien vornehmen und sie euch –step by step– vorstellen.

Bis dahin- viel Freude beim beobachten!

Hafermilch- selbst gemacht

Für alle Menschen, die aus welchen Gründen auch immer keine Tier-Milch trinken, ist Hafermilch eine beliebte Alternative. Sie ist regional, da Hafer auch hier bei uns in Deutschland wächst (im Gegensatz zu z.B. Reis oder Mandeln), ist für die meisten Menschen gut verträglich und hat -wie ich finde- auch noch einen sehr guten Geschmack. Und noch ein Pluspunkt: Hafermilch ist super leicht selber herzustellen.

Und wie?
Der Hafermilch-Herstellungs-Prozess

Zuerst werden die Haferflocken in Wasser eingeweicht. Bei groben Haferflocken am besten über Nacht, für zarte reicht auch eine kürzere Einweichzeit.

Im nächsten Schritt wird das ganze im Standmixer oder einfach mit dem Pürierstab fein zerkleinert. Es können nach Belieben Salz oder auch ein Schuss Öl (z.B. Sonnenblumenöl) dazugegeben werden.

Das Gemisch anschließend in den Nussmilchbeutel gießen (oder deine Alternative) und irgendwo dran aufhängen. Zum Beispiel an den Griff eines Küchenschranks. Oder vielleicht hast du ja auch einfach irgendwo einen Nagel oder eine Schraube etwas rausstehen und kannst das dort ran hängen. Eine Schüssel zum Auffangen drunter stellen- et voilà.


Rezept Hafermilch

-für einen Liter-

  • 100g Haferflocken
  • 1 Liter Wasser
  • evtl. etwas Öl
  • evtl. etwas Salz

Standmixer/Pürierstab, Schüssel, Nussmilchbeutel/Geschirrtuch/Leinentuch o.ä.


Du kannst den Beutel natürlich auch einfach gut auspressen und dir damit das Aufhängen sparen. Doch mit etwas Geduld erledigt die Schwerkraft die Arbeit für dich (und wahrscheinlich sogar noch ein bisschen effizienter).

Die fertige Hafermilch kann nun in Flaschen abgefüllt werden und ist im Kühlschrank aufbewahrt auch einige Zeit haltbar.

Nicht wundern, bei der selbstgemachten Hafermilch setzt sich der Hafer mit längerem Stehen noch stärker am Boden ab als bei gekaufter Hafermilch, Deshalb: Immer gut schütteln!

Der ausgepresste Hafer kann hervorragend für den Frühstücks-Porridge weiterverwendet werden.

Warum Hafermilch?

Hier am Hof benutzen wir Hafermilch zum Backen und Kochen oder für den Tee. Denn auch wenn es hier Kuhmilch for free gibt, gibt es einige Hofbewohner, die lieber auf tierische Milch verzichten wollen. Auch ich habe mich hier noch mal neu mit dem Thema beschäftigt. Vor dem Hof habe ich mich bereits einige Jahre ohne tierische Produkte ernährt, wollte zu Beginn hier aber noch mal schauen, ob das für mich überhaupt noch aktuell ist oder ich nur noch aus Gewohnheit heraus handle.

Also habe ich mir die Kühe und den Kuhstall angeschaut, zugehört, was die Landwirte vom Melken und Umgang mit den Kühen erzählen, auf meinen Körper geachtet, wenn ich zum Mittag mal etwas mit Milchprodukten gegessen habe und mich allgemein etwas mit Themen wie Tierhaltung und Landwirtschaft auseinandergesetzt.

Meine Beobachtungen haben ergeben, dass ich mich körperlich meist leichter und wohler nach dem Essen fühlen, wenn ich keine tierischen Produkte konsumiert habe. Andererseits habe ich festgestellt, dass es vom Standpunkt der Selbstversorgung an diesem Hof sinnvoll ist unsere eigenen Produkte (sprich Milch, Käse oder auch Fleisch) zu essen und es zudem beim Kochen einfacher ist, für alle das gleiche zu kochen. Der Blick in den Kuhstall hat mir allerdings auch wieder gezeigt, warum ich die Milchproduktion an sich nicht unterstützen möchte. Denn auch wenn die Tiere hier nach Bio, sogar nach demeter-Richtlinien gehalten werden, der Landwirt und seine Angestellten mit viel Liebe dabei sind und Tiere hier glaube ich im Vergleich echt ein gutes Leben haben, fühlt sich der ganze Prozess rund um das Produkt Milch für mich trotzdem nicht gut, nicht natürlich an.

Die Kälber werden kurz nach ihrer Geburt von den Müttern getrennt, damit der Trennungsschmerz nicht so schlimm ist, wie es vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt wäre. Dann verbringen die Kälber die ersten 14 Tage ihres Lebens alleine in einer kleinen Box bis sie schließlich mit zu den etwas älteren Kälbern in die Herde kommen. Im Endeffekt entsteht bei der Milchproduktion immer ein Überschuss an Tieren, denn eine Kuh muss etwa ein mal pro Jahr ein Kalb bekommen, um überhaupt Milch geben zu können. Doch natürlich können nicht alle Kälber auch behalten werden. So kommen überschüssige Tiere zum Tierhändler oder zum Schlachter. Hört sich fies an? Geht ja aber nicht anders. Sonst würde die Herde ja immer weiter wachsen. Auch die generelle Bilanz von Tierhaltung wurde mir hier noch mal vor Augen geführt: Von allen Flächen des Hofes, die für den Anbau von Nahrung genutzt werden können, werden etwa 90% für die Nahrung der Kühe genutzt! Neunzig Prozent! Nur die restlichen knapp 10% (manchmal sogar weniger) werden für Menschen-Futter genutzt.

Die Sammlung meiner Beobachtungen haben mich zu dem Ergebnis geführt weiterhin keine Miilchprodukte zu konsumieren. Natürlich probiere ich mal den Feta, den ich selbst gemacht habe oder unseren Joghurt, doch generell habe ich für mich entschieden, dass ich mich sowohl körperlich als auch ethisch, seelisch, ökologisch besser damit fühle keine tierischen Produkte zu essen. So kam es dazu, dass ich mich mit der Herstellung von Hafermilch beschäftigt habe, was inzwischen fester Bestandteil des Selbstversorger-Programms hier am Hof ist.

Joghurt selber machen

Mopro Monday

Montags ist bei uns ‚MoproDay‘ (Mopro = Molkereiprodukte). Auch wenn ich selber ja nicht so der Milchprodukte-Fan bin, ist es doch echt interessant zu sehen wie (einfach) manche Dinge hergestellt werden können. Zu unserem Standard-Repertoire gehören Joghurt, Quark, Mozarella und Ricotta. Etwas besondereres sind dann noch Feta oder Halloumi (der quitschige Grillkäse).

Hier auf dem Hof bietet sich das natürlich an: Wir haben jede Menge frische Milch von unseren Kühen zur Verfügung und alles, was wir selber herstellen, müssen wir nicht kaufen. Stichwort Selbstversorgung.

Für einen normalen Haushalt, der nicht gerade neben einem Bauernhof ist, wo man sich mal eben frische Milch holen kann, ist die eigene Joghurt-Herstellung natürlich nicht ganz so verlockend. Denn beim Gang in den Laden kann neben Milch auch einfach Joghurt gekauft werden.

Vorteile beim selber machen: weniger Verpackungsmüll, evt. günstiger, du weißt genau, was drinn ist UND es ist selbst gemacht.

Joghurt selber machen- so funktionierts

Vorbereitung: Bei der Arbeit mit Milch und Bakterien (aus dem Joghurt) ist es sehr wichtig besonders sauber zu arbeiten! Daher sollten alle Gegenstände, die für die Zubereitung verwendet werden vor dem Gebrauch mit kochendem Wasser (aus dem Wasserkocher) übergossen werden. Vor allem auch die Gläser, in die der Joghurt hinterher abgefüllt wird. So sorgen wir dafür, dass sich auch nur die Bakterien vermehren, die wir haben wollen.

Für stichfesten Joghurt: Die Milch unter ständigem Rühren auf 95°C erhitzen. Dann den Inhalt auf 50°C abkühlen lassen. Dafür kann der Topf z.B. in ein kaltes Wasserbad gestellt werden.

Für cremigen Joghurt: Hier wird die Milch nur auf 50°C erwärmt und anschließend auf 45°C abgekühlt.

Bei beiden Varianten: Hat die Milch die Abkühltemperatur erreicht, wird ein Esslöffel Joghurt mit einem Schneebesen gut eingerührt (so dass keine Klümpchen zurückbleiben). Nun alles zügig in die vorbereiteten Gläser füllen. Die Gläser müssen für mindestens 6 Stunden -wir lassen sie einfach immer über Nacht stehen- in einem warmen Bettchen reifen. Dafür kann beispielsweise ein Karton oder eine Kiste mit einer dicken Decke ausgelegt werden und in die Mitte wird eine heiße Wärmflasche platziert. Bei diesen Temperaturen fühlen sich die Baktierien besonders wohl und der Fermentationsprozess kommt voll in Schwung.


Rezept Joghurt
  • 1 Liter frische (Bio-)Vollmilch
  • 1 EL Joghurt (Bio, z.B. von Söbbeke)

Topf, Termometer, Schneebesen, Wärmflasche, Decke o.ä. zum warmhalten, heißes Wasser, leere Gläser


Falls du kein geeignetes Termometer zur Hand hast:

  • Raumtermometer zweckentfremden
  • vielleicht ein ungenutztes Fiebertermometer?
  • Milch im Ofen erwärmen und dort die genaue Gradzahl einstellen

Am nächsten Morgen haben die Baktierien die Milch vollständig in Joghurt umgesetzt. Du kannst die Joghurtgläser nun einfach in den Kühlschrank stellen und ganz normal verwenden. Durch den Fermentationsprozess ist Joghurt sehr viel länger haltbar als Milch.

Noch ein kleiner Hinweis aus der ayurvedischen Ernährungslehre:

Milch ist dafür gedacht ein Baby (egal welcher Art) mit allen nötigen Nährstoffen zu versorgen. Daher ist sie besonders reich an vielen guten Inhaltsstoffen und gilt als stärkerndes und aufbauendes Mittel im Ayurveda. Gemeint ist damit allerdings frische, natürliche Milch von Tieren, die so naturnah wie möglich leben und sich ernähren. Die Milch im Tetrapack aus dem Kühlregal im Supermarkt hat damit quasi nichts mehr zu tun.

Trotzdem kann Milch, wenn man auf eine gute Qualität achtet, für einige Menschen ein bereicherndes Lebensmittel sein. Wichtig ist hier vor allem die Art und Weise, wie die Milch konsumiert wird. Das gleiche gilt auch für das Milchprodukt Joghurt. Milchprodukte sollten auf keinen Fall mit rohem Obst kombiniert gegessen werden. Da das für die Verdauung schlicht eine Überforderung ist (Gärungsprozesse) und damit weder die guten Stoffe aus dem Obst noch aus dem Joghurt aufgenommen werden können. Joghurt und Milch sollten als eigenständige Mahlzeit eingenommen werden zum Beispiel mit Gewürzen wie Zimt, Kardamom oder Kurkuma und leicht erwärmt. Joghurt ist besonders gut bekömmlich als Lassie, also als Joghurt-Getränk. Also mit Wasser verdünnt, Gewürzen und klassisch auch mit Mangopüree, was wohl auf Grund der Süße der Frucht gehen soll.

Im Endeffekt ist es -wie bei allen Dingen- ratsam auf seinen eigenen Körper zu achten und seine Signale zu deuten- unabhängig von allen Ernährungsangaben. Sei es die Werbung, die uns sagt Milch sei gut für die Knochen, die Veganer, die sagen Milch fördert Osteoporose und Verschlackungen oder die Ayurvedis, die Milch als Medizin betrachten- allerdings nur qualitativ hochwertige Milch und in der richtigen Kombination und Tageszeit gegessen. Jeder Körper hat seine eigene Wahrheit und es ist deine Aufgabe nach der Wahrheit deines Körpers zu leben und gleichzeitig dabei zu wissen und zu respektieren, dass jeder eine eigene Wahrheit hat.

Bauernhof-Idylle?

Arbeiten als Landwirt

Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht welche Bedeutung die Landwirtschaft für unsere tagtägliche Ernährung spielt? Und hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, was es bedeutet in der Landwirtschaft zu arbeiten?

Ich persönlich muss sagen, dass ich mir noch nicht wirklich Gedanken darüber gemacht habe bevor ich hierher auf den Hof gekommen bin. Doch schon nach den ersten Tagen hier, habe ich eine ganz neue Wertschätzung für alle Menschen in diesem Beruf bekommen. Und mein Respekt steigt mit jeder Woche, die ich hier verbringe mehr.

Arbeitsalltag Landwirt

Ein normaler Arbeitstag für einen Landwirt hier vor Ort beginnt morgens um 5.30h/6:00h. Die erste Stallschicht geht bis ca. 8:30h. Nach dem Frühstück geht es um 10h weiter bis 13h, Mittagsessen und -pause bis 16h und dann die Nachmittagsstallschicht bis etwa 19:30h. Das sind im besten Fall 9 Stunden. Gearbeitet werden muss jeden Tag, da die Tiere jeden Tag versorgt werden müssen. Jedes zweite Wochenende hat man Samstag und Sonntag frei. Dafür muss an dem Arbeitswochenende eben auch am Sonntag die Stallschicht erledigt werden. Zusammengerechnet ergibt sich eine 45 Stunden Woche mit freiem Wochenende und eine 62 Stunden Woche bei dem Arbeitswochenende.

Hört sich viel an?

Das war die Rechnung von einem sehr ruhigen Arbeitstag im Winter an dem alles klappt und nichts außergewöhnliches passiert. Diese Tage sind sehr selten! Ich habe davon noch nicht viele mitbekommen. Denn irgendwas ist immer. Eine Maschine ist kaputt, die Kuh kalbt, das Lämmchen wird von der Mutter verstoßen, die Rinder sind ausgebüchst, das Kälbchen will nicht trinken … Die Möglichenkeiten sind scheinbar endlos. Da wird aus einem 9 Stunden Tag ganz schnell ein 11 Stunden Tag. Dazu kommt im Sommer- genau genommen ab jetzt- auch noch die Erntesaison.

Donnerstag Abend: Es ist 21h. Ich und noch ein paar andere aus dem Bereich der Permakultur sitzen noch am Abendbrottisch und quatschen. Die ersten Leute aus der Landwirtschaft treffen ein, nämlich die beiden, die den Stalldienst gemacht haben. ‚Ist was passiert- oder warum seid ihr so spät dran?‘ Ein Kälbchen ist krank und möchte nichts trinken.

‚Und wo sind die anderen?‚ Die anderen drei sind noch auf dem Feld. Alles Gras, was gemäht wurde, muss noch gepresst und gewickelt werden und das Wickelgerät streikt immer wieder. Na gut denke ich mir, blöd, aber kann ja mal passieren.

Als um 22h immer noch keiner aufgetaucht ist, rufen wir sie an und fragen, ob wir den Abendbrottisch noch gedeckt lassen sollen oder ob wir ihnen was bringen sollen. Die Antwort ‚Wir haben keine Zeit zu essen‘. Wir schmieren trotzdem Brote und mit Fahrrad und Stirnlampe werden die Brotdosen zum Feld gebracht. Am nächsten Morgen erfahre ich, dass die drei noch bis 1h im Gange waren und teilweise schon wieder morgens bei der Stallschicht. Krass!

Auch in den nächsten Tagen wird das Mittagessen und Abendessen aufs Feld gebracht oder in Schichten gegessen und trotzdem noch bis spät in die Nacht gearbeitet. Der Futterwert geht verloren, wenn das Gras nicht zügig verabeitet und zu Ballen gemacht wird.

Die Erntesaison hat begonnen. So geht das jetzt wohl bis in den Herbst weiter mit nur kurzen Unterbrechungen von ein oder zwei Wochen. Da vieles von den Wetterbedingungen abhängt, muss die Gelegenheit, sobald sie günstig ist, beim Schopf ergriffen werden.

Heute (Sonntag) Abend: 20h. Die Stallschicht kommt zum Abendessen. Eine junge Praktikantin kommt mit Tränen in den Augen in die Küche. Auf die Frage, was los ist, sagt sie ‚Eigentlich gar nichts, sorry das ich weine, ich bin nur ein bisschen drüber.‚ Damit meint sie, sie ist total erschöpft, absolut fertig. Und sie ist wirklich kein Mensch der grundlos rumjammert. Doch jeder hat irgendwo seine Grenze, wo es nicht mehr geht. Die war bei ihr heute Abend erreicht.

Ein Mitarbeiter, der auch schon auf einigen anderen landwirtschaftlichen Betrieben gearbeitet hat, meinte neulich nur ziemlich trocken: ‚Hier ist echt sehr friedlich und entspannt. Ich meine wir setzen uns noch an den Rand zum essen und essen nicht im fahren- oder eben gar nicht. Da hab ich schon ganz anderes erlebt.‘

Das sind die Dinge, die ich hier täglich mitbekomme. Es ist einfach viel zu viel Arbeit für zu wenig Leute. Problem: Mehr Leute einstellen kostet Geld, weniger Tiere bringt weniger Geld ein und generell gibt es auch nicht so viele Bewerber für so eine Stelle, denn: die Arbeit ist hart, die Arbeitstage lang und die Bezahlung fällt auch eher gering aus. Du siehst das Problem?

Es ist sogar so, dass es sich rein rechnerisch für den Betrieb nicht lohnt Auszubildene zu haben. Denn die arbeiten vertraglich nur 8 Stunden am Tag und haben auch ab und an mal frei, um die schulischen Sachen zu machen. Wenn der/die Auszubildene auf seine Rechte besteht, kann sich das der Betrieb schlicht nicht leisten, da zu wenig effektive Arbeitszeit.

Das ganze Thema hat mich die letzte Zeit sehr beschäftigt. Zu sehen, wie all die lieben Menschen hier tagtäglich an ihrem Limit sind und sich dabei trotzdem noch -meistens- irgendwie bei Laune halten, ist echt bemerkenswert. Und lässt mich gleichzeitig SEHR nachdenklich werden. Ich weiß um den Wert der Selbstfürsorge- also auf sich und seinen Körper zu achten. Dazu gehört, so wie ich es auch im Yoga gelernt habe, eine Balance aus Anspannung und Entspannung, Aktivität und Ruhephasen – Arbeit und Freizeit.

Was kann ich tun?

Das frage ich mich immer wieder, wenn ich sehe, wie sich alle hier in der Arbeit aufreiben. Klar, wir anderen hier unterstützen die Landwirtschaft so viel wie möglich, doch das ändert nichts an dem grundsätzlichen Problem. Und was ist eigentlich das grundsätzliche Problem? Dass Landwirte zu wenig unterstützt werden? Dass sie zu wenig Wertschätzung für das erhalten, was sie leisten- dafür, was sie für einen wichtigen Part für unsere Versorgung spielen? Wie können wir unsere Lebensmittelproduzenten entlasten? Wie kann es möglich sein als Landwirt zu arbeiten ohne sich mit Haut und Haaren der Arbeit verschreiben zu müssen Freizeit adè? Welche Stellschrauben müssen da gedreht werden?

Auf all diese Fragen kann ich leider keine Antworten geben. Ich komme nur immer wieder zu dem Schluss, dass hier etwas grundlegendes verändert werden müsste.

Doch was kann ich da tun?
Wertschätzung und Dankbarkeit für unsere Landwirte

Das ist etwas, was jeder tun kann und woran es ziemlich mangelt. Auch wenn ich von mir selber sagen würde dass ich bewusst einkaufe- möglichst biologisch und regional- und auch sonst nicht unbedingt mit Augen zu durch die Welt gehe, war mir selber nicht klar, was es bedeutet einen Bauernhof zu führen oder nur auf einem zu arbeiten. Ich glaube, dass es schon helfen würde, wenn da einfach etwas mehr Bewusstheit über die Situation in den landwirtschaftlichen Betrieben wäre.

Solawis- Solidarische Landwirtschaft

Bei diesem Konzept schließt sich ein landwirtschaftlicher Betrieb mit privaten Haushalten zusammen. Die privaten Haushalte tragen die Kosten des Betriebs (oft durch einen monatlichen Beitrag) und erhalten dafür den Ernteertrag. Der Betrieb ist abgesichert und unabhängig von Marktschwankungen oder wetterbedingten Ernteeinbußen. Die Kunden haben eine direkte Verbindung zu ihrer Nahrung und bekommen frische und lokale Lebensmittel. Einfach aber genial.

Unterstützung durch den Einkauf von regionalen Produkten mit fairen Preisen

Eine gute Möglichkeit dafür sind Hofläden, Grünmärkte, der kleine Bioladen um die Ecke oder auch Gemüsekisten-Abo.

Mithilfe bei Mitmachaktionen

Viele Höfe bieten so etwas an wie z.B. Mithilfe bei Kartoffel- oder Apfelernte

Spenden

Hier auf dem Hof können neue Investitionen meist nur getätigt werden durch Spenden von Freunden, Bekannten etc. So konnten z.B. einige Solarmodule für die Warmwasserversorgung angeschafft werden.


All dies sind Möglichkeiten, die ich hier sehe, um eine kleine Veränderung zu bewirken. Und auch wenn das vielleicht auf den ersten Blick nicht so wirksam erscheinen mag, wie z.B. eine politische Entscheidung zu diesem Thema, so glaube ich doch fest daran, dass WIR mit unserer Einstellung, unseren Entscheidungen und unseren Taten-und wenn sie noch so klein erscheinen mögen- Veränderung herbeiführen können.

Wundererde und Frühlingstänze

ODER DAS TERRA PRETA PRINZIP

In diesem Post möchte ich euch etwas über das Terra-Preta-Prinzip erzählen. Einen Klassiker in der Permakultur. Terra-Preta ist portugiesisch für Schwarze Erde und kann auch einfach als Pflanzenkohle-Kompost bezeichnet werden.

Was das ist?

Im Prinzip geht es darum die Erde zu unterstützen eine super fruchtbare Hummus-Schicht aufzubauen. Du weißt wahrscheinlich, dass Kompost schon mal eine gute Methode ist, um den Boden zu bereichern und zu versorgen. Pflanzenkohle-Kompost ist sozusagen ‚the next level‚. In der Herstellung ist es etwas aufwendiger, dafür hat ‚das Schwarze Gold des Amazonas‚ einige Vorteile gegenüber normalem Kompost.

Warum sich der Aufwand lohnt:

Bei dem Terra-Preta-Prinzip wird Pflanzenkohle verwendet. Fein zerkleinert hat die Kohle eine imense Oberfläche von 300m² pro Gramm. Stell dir das mal vor: 300m² in einem einzigen Gramm. Zum Vergleich: In Deutschland lebt ein Mensch in Schnitt auf einer Fläche von 44m². Und auf dieser Oberfläche leben keine Menschen, sondern winzige, mit dem Auge nicht sichtbare Mikroorganismen. Diese kleinen Bodenlebewesen sind für einen gesunden und fruchtbaren Boden essentiell. Zudem kann die immense Oberfläche die 5-fache Menge des Eigengewichts an Wasser und Nährstoffen speichern. So werden die wertvollen Stoffe nicht ausgewaschen und können nach und nach an den Boden abgegeben werden. Es entsteht eine scheinbar nie endende Fruchbarkeit des Bodens – der ultimative Langzeitdünger.

Der zweite Vorteil von Pflanzenkohle-Kompost ist, dass Kohlenstoff gebunden wird. Bei einem normalen Kompostiervorgang ohne Pflanzenkohle wird bis zu 50% des Kohlenstoffs als CO₂ wieder freigesetzt, was ja gerade das ist, was wir zur Liebe der Umwelt vermeiden wollen. Kohle ist die termisch stabilste Form von Kohlenstoff. Das kann sehr anschaulich an dem Beispiel des Diamanten gezeigt werden. Ein Diamant besteht aus reinem Kohlenstoff und ist an sich ja diamanthart – also unzerstörbar. Wird ein Diamant allerdings hoch erhitzt (z.B. im Ofen), verwandelt er sich in ein Stück Kohle. Bei der Verwendung von Pflanzenkohle im Kompost wird also Kohlenstoff in einer sehr stabilen Form in der Erde gespeichert, was aus Klimaschutzsicht natürlich ziemlich gut ist.

Wie funktioniert das Ganze?

Schritt 1: Pflanzenkohle herstellen

Dafür braucht es ein Loch im Boden -von den Profis Kon-Tiki genannt- etwa 70cm tief. Die Größe kann je nach herzustellender Menge variieren (es muss nur das zu verbrennende Holz hineinpassen).

In diesem Loch wird ein Holzturm aufgebaut, der von oben nach unten abgebrannt wird. Der Turmaufbau sorgt dafür, dass das Feuer am Anfang nicht erstickt und später sorgt das Loch dafür, dass nicht das ganze Material verbrannt wird, sondern die gewüschte Kohle übrig bleibt.

So entsteht im besten Falle ein rauchloses Feuer. Wenn der Turm etwas runtergebrannt ist, das Feuer voll im Gang, kann weiteres Material dazugegeben werden. Nun kann auch die Turmstruktur aufgegeben werden. Als Material kann alles mögliche aus dem Garten verwendet werden: Äste und Zweige, verholzte Pflanzenteile – alles, was gut brennt, trocken ist und schadstoffarm. So kann die Herstellung gleichzeitig zum Aufräumen des Gartens genutzt werden.

Wenn genug Kohle produziert wurde, was gut und gerne einige Stunden dauern kann, kann der der Prozess durch Ablöschen der Kohle beendet werden. Dazu wird erst vom Rand Wasser hineingegossen und anschließend mit einer Gießkanne mit Brauseaufsatz alles begossen. Positiv für den späteren Kompostiervorgang ist es dem Wasser etwas Urin beizumischen. Ja ich weiß, das hört sich jetzt erst mal etwas befremdlich an, ist aber ziemlich effektiv. Ich war am Anfang auch überrascht wie selbstverständlich hier menschlicher Urin gesammelt und im Garten weiter verwendet wird, bin inzwischen doch etwas begeistert von der Effektivität und Einfachheit dieser Handlung. Dadurch schließt sich zumindest zum kleinen Teil der Kreis der Nährstoffe.

Im Anschluss wird die Kohle zerkleinert- denn je kleiner die Kohlepartikel, desto größer die Oberfläche, desto besser für die Bodenfruchtbarkeit. Und wie kann die Kohle zerkleinert werden? Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die, wie ich finde, schönste Methode ist es auf der Kohle zu tanzen. Dafür die Kohle einfach auf einen festen Untergrund geben (eventuell auf eine Plane) und dann nach Herzenslust darauf herumtanzen und hopsen, stampfen und treten. Frühlingstanz der besonderen Art. Zu Let’s Twist Again zerkleinert sich die Kohle beinahe von selbst. Je feiner, desto besser.

Wem das Ganze zu aufwendig ist, oder durch die äußeren Gegebenheiten schlichtweg nicht möglich, der kann sich auch fertige Pflanzenkohle kaufen. Achte dabei aber unbedingt auf die Qualität der Kohle. Woraus wurde sie hergestellt; sind Schadstoffe enthalten; woher kommt sie? Online gibt es z.B. auch extra Terra Preta Pflanzenkohle zu bestellen.

Schritt 2: Kompost herstellen

Um die Pflanzenkohle mit Nährstoffen anzureichern, wird nun ein Pflanzenkohle-Kompost angesetzt. Dazu können weitere Materialien aus Haus und Garten verwendet werden. Man nehme: Eine Schicht braunes Material (feine Häcksel, dünne Zweige, verholztes Pflanzenmaterial wie z.B. Sonnenblumenstiele, Laub), eine Schicht grünes Material (Küchenabfälle, Rasenschnitt, Kompost, anderes frisches Material wie Beikäuter etc.) und eine DÜNNE schwarze Schicht (Pflanzenkohle).

Diese Komponenten werden wiederholt, sodass mehr als 3 Schichten entstehen, übereinander geschichtet, mit reichlich Wasser begossen und im besten Falle noch mit effektiven Mikroorganismen aus beispielsweise Sauerkrautsaft geimpft. Alternativ kann auch Sauerteig-Starter in Wasser gerührt verwendet werden. Der Anteil an Kohle im Kompost sollte etwa 10-20% sein, und das grüne, leicht zersetztbare Material sollte das braune, schwer zersetzbare Material überwiegen. Im Prinzip ist es also wie bei einem ganz normalen Kompost, nur dass zwischendurch noch etwas Kohle hinzugegeben wird.

Es gibt auch die Möglichkeit den Kompost unter Luftabschluss reifen zu lassen. Hier wurde der Kompost-Haufen dazu einfach mit einer Plane abgedeckt und diese mit Steinen beschwert- klar 100% luftdicht ist das nicht, aber immerhin. Diese Methode geht meist etwas schneller und erbringt auch eher den gewünschten Effekt, dass beim Kompostiervorgang keine Gase entweichen.

Schritt 3: Den Boden füttern

Anzeichen dafür, dass der Reifeprozess abgeschlossen ist, ist ein neutraler Geruch. Es sollte eine schöne schwarze Erde entstanden sein Das kann je nach Witterung und Kompostzusammensetzung 5 bis 8 Monate dauern. Je länger die Kohle mit Nährstoffen aufgeladen wird, desto wirkungsvoller ist sie. Dieser hochwertige Kompost kann nun in die Erde eingearbeitet werden. Vor allem starkzehrende Pflanzen (Tomaten oder Kohl) freuen sich über das extra Futter.

Pflanzenkohle-Kompost nach etwa einem halben Jahr. Die noch unzersetzten Bestandteile zeigen, dass der Kompostiervorgang hier noch nicht abgeschlossen ist. Daher haben wir diesen Ansatz vom letzten Jahr noch in einen bestehenden Kompost eingefügt.

Nach dem ich die Herstellung eines Pflanzenkohle-Komposts nach Terra Preta Art selber miterleben durfte, verstehe ich auch jeden Fall warum dies zu einem typischen Element der permakulturellen Arbeitsweise geworden ist. Es ist effektiv. Sowohl für den Boden als auch für den Menschen, der durch einen fruchtabren Boden eine gute Ernte erzielen kann. Es kann Teil der Kreislaufwirtschaft sein, indem Garten’abfälle‘ und Küchen’abfälle‘ weiterverwendet werden. Es ist flexibel in der Anwendung, da je nach dem, was vorhanden ist, mit den unterschiedlisten Materialien gearbeitet werden kann- es aber immer möglich ist mit dem zu arbeiten, was da ist. UND es macht Spaß! Das stundenlang brennende Feuer im Kon-Tiki und der anschließende Tanz auf den Kohlen kann ein wunderschöner Tag im Garten sein und fast wie ein kleines Ritual zelebriert werden.


Wildkräuter Special

Warum Wildkräuter?

Bisher habe ich mir diese Frage nie gestellt. Für mich war immer klar: essbare Pflanzen draußen in der Natur sammeln ist großartig- aus verschiedenen Gründen (zu denen ich gleich noch komme). Doch während ich hier so sitze und darüber sinniere, wird mir klar, dass das wohl viele Menschen nicht so sehen- auch aus verschiedenen Gründen.

Kontra

Zu viel Aufwand, ist glaube ich einer stärksten Faktoren. Um Wildkräuter sammeln zu können, muss man sich halt wenigstens ein bisschen damit auseinandersetzen. Unsicherheit wegen giftigen Verwandten oder Angst vor Verschmutzung durch Tiere (Stichwort: Hundeklo), sind andere Gründe. Oder der im Zusammenhang mit Essen aus der Natur oft erwähnte Fuchsbandwurm.

Pro

Wenn du selber schon mal draußen warst, um Wildkräuter zu sammeln, kennst du vielleicht das Gefühl aus dem Wald nach Hause zu kommen mit einem Korb voller Nahrung. Frische, echte Nahrung, selbst gesammelt, selbst ausgewählt. Und die Pflanzen wachsen einfach so, ganz von alleine. Keiner muss sich darum kümmern und es ist – so wie ich es bisher erlebt habe- eigentlich immer genug da für alle Interessierten.

Die qualitativ besten Wildkräuter lassen sich wohl im Wald sammeln. Dort gibt es noch nährstoffreichen, gesunden Boden, was sich natürlich auch in den dort wachsenden Pflanzen wiederspiegelt. Viele Wildkräuter haben weit höhere Mengen an Mineralstoffen und Vitamine als die Nahrungsmittel, die es in Läden zu kaufen gibt.

Nehmen wir das Beispiel der Brennnessel: 100g Brennnessel enthalten 4,1mg Eisen, 335mg Vitamin C und 715mg Kalzium.

Zum Vergleich: 100g Kuhmilch enthalten etwa 125mg Kalzium. Der lange als der Eisenlieferant gefeierte Spinat kommt mit seinen 3,8mg Eisen pro 100g auch nicht an die Brennnessel ran. Auch die meisten Obstsorten liegen mit ihrem Vitamin C Gehalt weit unter dem der Brennnessel. Orangen haben 53mg, Schwarze Johannisbeeren immerhin 177mg.

Was zeigt uns das?

Wildkräuter sind der Hammer!

Und es ist so viel einfacher sich gesund zu ernähren, als die meisten von uns annehmen. Die besten Superfoods wachsen nicht weit entfernt an exotischen Orten, sondern- oft als Unkraut verschrien- direkt vor unserer Tür.


Wildkräuter erkennen

Das ist heutzutage sogar als total unerfahrene Person gar nicht mehr so schwer. So gibt es doch zahlreiche Bücher über essbare Wildpflanzen, recht taugliche Apps zum Erkennen von Pflanzen und doch auch einige Menschen, die sich für dieses Themengebiet begeistern.

Die Angst vor dem giftigen Zwilling

In Deutschland haben wir es da relativ einfach. Es gibt nämlich gar nicht so viele, die Ähnlichkeit mit einer essbaren Wildpflanze haben. In dem Buch ‚Essbare Wildpflanzen‚ sind genau 11 Pflanzen aufgeführt vor denen man sich in Acht nehmen sollte. Dageen werden in diesem Buch 200 essbare Pflanzen aufgeführt. Also lohnt es sich schon eher diese 11 Pflanzen zu lernen und sicher zu erkennen. Dazu gilt auch der Satz, den einige Wildkräuter-Führer gerne verbreiten: Probieren, kannst du jede Pflanze. Gemeint ist hier wirklich nur das Probieren– also in einer ganz kleinen Menge!

Angstmacher Fuchsbandwurm

Der Fuchsbandwurm ist ja, sobald es um das wilde Sammeln von Pflanzen oder Beeren geht, das Totschlagargument schlechthin. Ein paar interessante Gedanken dazu: Füchse sind nicht nur im Wald unterwegs. Sie wagen sich auch näher an den Menschen heran. Und sie wagen sich definitv auf Felder und Äcker, wo unser Obst und Gemüse angebaut wird, was wir im Laden kaufen. Als eine der größten Infektionsquellen gilt mit Fuchskot infizierter Ackerstaub.

Also bereit für die Wildkräuter?

Hier kommen sie: Aktuelle Wildkräuter
Gundermann – Glechoma hederaceae

Der Gundermann mag es eher etwas schattig und steht bevorzugt auf nährstoffreichen, teilweise feuchten Böden. Geerntet wird von April bis August.

Verwendet werden können die Blätter (herb-aromatisch) und die Blüten (zart süßlich). Das kleine Kraut eignet sich hervorragend für Salate, Suppen, Kräuterbutter, Quiche und Eintöpfe und allem, was einem sonst noch einfällt. Die Blüten eignen sich besonders gut als Dekoration von Speisen.Gundermann enthält vor allem Bitterstoffe, Gerbstoffe, Vitamin C und Kalium. Wirken soll die kleine Pflanze bei Blasenleiden, Leberbeschwerden und auf den Dickdarm.


Giersch- Aegopodium podagraria

Auch der Giersch bevorzugt schattige und feuchte Standorte und kann von März bis Oktober geerntet werden.

Vielen Hobby-Gärtnern ist der Giersch ein Graus in ihrem ordentlich gepflegten Garten. Dreh den Spieß doch mal um: Betrachte den Giersch als nüztliche Pflanze, als Teil eines Salats oder grüner Kick in allen möglichen anderen Gerichten. Denn Giersch hat das Aroma von Petersilie und Karotte, was eventuell darauf zurückzuführen ist, dass sie der gleichen Pflanzenfamilie angehören.

Giersch ist reich an Kalium, Magnesium, Kalzium, Vitamin A und C. In der Heilkunde wird er bei Rheuma und Gicht eingesetzt. Er wirkt generell krampflösend, entsäuernd und entzündungshemmend.

Zusammenfassend: Giersch ist gesund (hat z.B. im Vergleich zu Kopfsalat viel mehr Mineralstoffe), schmeckt gut und ist oft relativ einfach verfügbar. Was will man mehr?

Erkennen lässt sich der Giersch vor allem auch an seinem charakteristischen Geruch. Dieser ist schwer mit Worten zubeschreiben, wer ihn aber einmal in der Nase hat, erkennt ihn meist auch wieder.


Knoblauchsrauke – Alliaria petiolata

Die Knoblauchsrauke ist schon voll im Gange. Sie ist in voller Blüte, teilweise schon mit Schoten (der Frucht). Zu finden ist sie an Waldrändern, Waldwegen und auf nährstoffreichen, lockeren Böden.

Knoblauchsrauke schmeckt wie der Name schon sagt nach Knoblauch. Sie ist eine schöne Alternative zum Bärlauch, da die Pflanze etwas milder im Geschmack als der doch schon scharfschmeckende Bärlauch ist.

Auch die Knoblauchsrauke hat neben anderen Mineralstoffen reichlich Vitamin A und C. Sie wirkt ähnlich wie Knoblauch antibakteriell und keimtötend und eignet sich zur Behandlung von Asthma und Zahnfleischentzündungen.


Weiße Taubnessel- Lamium album

Die Weiße Taubnessel hat ähnliche Blätter wie die Brennnessel, ist aber sehr gut durch die weißen Blütenstände von dieser zu unterscheiden. Erntemonate sind von März bis Oktober. Wachsen tut die Pflanze auf nährstoffreichen Lehmböden, etwa auf Wiesen, an Wegrändern oder auch im Garten.

Verwendet werden kann eigentlich alles von der Pflanze. Junge Blätter im Salat, als Tee oder n Suppen, Blüten für süße Desserts oder ebenfalls zur Dekoration und die Wurzeln zum knabbern oder auch in Suppe und Salat. Geschmacklich lässt sich die Taubnessel mit feinwürzigem Pilzgeschmack beschreiben.

Früher wurde die Weiße Taubnessel auch das ‚Kraut der lächelnden Mutter‚ genannt, da sie besonders gut für Frauen sein soll. Die Taubnessel wirkt belebend, schleimhautschützend, blutstillend, verdauungsfördernd und harntreibend. Die Anwendungsmöglichkeiten sind demnach vielseitig und reichen von Husten und Bronchitis über Menstruationsbeschwerden bis hin zu Beschwerden im Magen-Darm-Trakt oder Hautausschlägen.


Update: Bärlauch- Allium ursinum

Inzwischen ist der Bärlauch wohl fast überall in die Blüte gegangen. Aber keine Angst auch die Blüten sind noch essbar und eignen sich hervorragend zum würzen oder dekorieren. Denn der Geschmack wandert sozusagen aus den Blättern in die Blüten.

Vorsicht ist nun allerdings geboten mit dem giftigen ‚Zwilling‘ des Bärlauchs. Gestern beim Waldspaziergang habe ich die ersten Maiglöckchenblätter entdeckt, die denen des Bärlauchs doch recht ähnlich sehen. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist neben dem charakteristischen Geruch auch die Beschaffenheit der Blattunterseite. Maiglöckchen haben eine glänzende Blattunterseite, Bärlauch ist matt an der Blattunterseite. Zudem ist Bärlauch wie gesagt, bereits fast überall in die Blüte gegangen. Junge, frische Pflanzen ohne Blüten sind also höchstwahrscheinlich kleine Maiglöcken.


Das waren natürlich noch längst nicht alle Wildkräuter, die es sich zu kennen lohnt. Doch es hilft ungemein erst mal mit ein paar Pflanzen zu starten und dann peu à peu ein neues Kraut dazuzunehmen.

Viel Freude beim suchen, sammeln, kochen und ausprobieren!

Rund um die Brennnessel

Die Brennnessel hält Garten und Gärtner gesund.

Dieses Zitat habe ich so oder ähnlich schon in einigen Gartenbüchern gelesen. Und das zu Recht. Im Garten können Produkte aus Brennnessel als ökologischer Dünger oder zur Verminderung von Schädlingen genutzt werden. Doch nicht nur den Pflanzen tun die Inhaltsstoffe der Brennnessel gut, auch der Mensch kann davon vielfältig profitieren.

Urtica dioica – die Große Brennnessel

Finden lässt sich die Brennnessel an nährstoffreichen Standorten, an Waldrändern und in Auenwäldern. Als Stickstoffanzeiger wächst sie in großen Mengen an viel gedüngten Ackerrändern oder an Weidenrändern. So lässt sie sich auch relativ mühelos im eigenen Garten ansiedeln. Brennnesseln sind fast das ganze Jahr über zu finden. Ab März trauen sich die ersten neuen Triebe heraus und die letzten Pflanzen des Jahres kann man oft noch bis in den November hinein finden.

Warum die Brennnessel so toll ist

Zahlreiche nützliche Inhaltsstoffe machen die Brennnessel so wertvoll für alle Lebewesen. Da wären unter anderem: Magnesium und Eisen, Kalium und Silicium, Eiweiße und Vitamin A, C und E. Die spezielle Kombination der Inhaltsstoffe macht die Brennnessel zu einem sehr heilwirksamen Mittel bei rheumatischen Beschwerden, Verdauungsleiden oder Gallenerkrankungen. Zudem ist die leicht harntreibende Wirkung positiv bei Nierenbeschwerden. Brennnesselzubereitungen werden seit je her erfolgreich für Entgiftungskuren eingesetzt, da sie generell blutreinigend und entgiftend wirken.

Gegessen werden können die Blätter, die Samen und die jungen Blütenknospen. Von Aufläufen über Teigtaschen, Gemüsegerichte oder Tee lassen sich diverse Gerichte mit dieser wundersamen Pflanze zubereiten.

Doch halt– wie wir alle wissen, trägt die Brennnessel ihren Namen nicht umsonst. Das zufällige oder -auch absichtliche- Berühren der Pflanze führt zu einem ziemlich unangenehmen brennenden Gefühl auf der Haut. Das liegt an der Ameinsensäure, die die Pflanze zum Zwecke der Verteidigung in ihren sogenannten Brennhaaren gelagert hat. Diese Brennhaare befinden sich vor allem auf der Oberseite der Blätter. Berührt irgendetwas die Brennhaare, bricht das Köpfchen ab. Die nebenstehende Zeichnung zeigt ein Brennhaar mit noch vorhandenem Köpfchen. Die scharfkantige Abbruchstelle ist wie eine Injektionsnadel und bringt die Ameisensäure so unter die Haut des Störenfrieds.

Entspannt Brennnesseln ernten

Die einfachste Methode beim Ernten sind Handschuhe- je dicker desto sicherer ;). Wer spontan beim Spaziergang keine dabei hat, kann sich zum Beispiel auch die Ärmel der Jacke über die Hände ziehen. Für die ganz unerschrockenen unter euch: Es ist auch möglich die Brennnessel mit bloßen Händen zu ernten und mit wenigen bis gar keinen Stichen davon zukommen. Hier ist die richtige Technik, eine ruhige Hand -und wohl auch etwas Glück gefragt. Wie schon erwähnt, sitzen die Brennhaare hauptsächlich auf der Blattoberseite. Der Trick ist also diese nicht zu berühren und die Pflanze vorsichtig am Stängel abzubrechen. Die Pflanze kann von unten nach oben mit den Händen umfasst werden.

Soll die Brennnessel roh verzehrt werden (vielleicht in einem leckeren Salat), so können die Brennhaare unwirksam gemacht werden, indem sie ‚ausgelöst‘ werden. Dafür müssen alle Haare abgebrochen werden. Das kann auf vielerlei Arten geschehen: Zwischen den behandschuhten Händen reiben, mit dem Nudelholz rüberrollen oder die Pflanzen in ein Geschirrtuch gewickelt auswringen. Wenn du die Brennnessel sowieso kochen möchtest, kannst du dir diesen Schritt sparen. Beim kochen, anbraten etc. werden ebenfalls die Brennhaare zerstört.

Also- gar nicht so schwer das Ganze! Und bestimmt kein Grund diese tolle Pflanze nicht zu nutzen.

Am besten zum Ernten eignen sich die oberen, jungen Triebspitzen. Diese sind am zartesten und haben noch den besten Geschmack. Beim Pflücken dran denken: Die Pflanzenmasse wird beim kochen erheblich zusammenschrumpfen- also lieber etwas mehr einpacken.

Rezept: Brennnessel Spinat

Bratöl in einer Pfanne erhitzen, gehackten Knoblauch leicht anrösten, dann klein gehackte Brennnesseln und Sonnenblumenkerne dazu geben. Eventuell einen Schuss Wasser dazugeben und alles etwas köcheln lassen. Mit Sojasauce (oder Salz) und Pfeffer abschmecken. Und schon ist der Spinat fertig.

Dazu passen zum Beispiel Kartoffeln oder alles andere, was du sonst mit Spinat kombinieren würdest.


  • 2 handvoll Brennnesseln
  • eine handvoll Sonnenblumenkerne
  • etwas Bratöl
  • Salz/Sojasauce
  • Pfeffer
  • evtl. Knoblauch

Super lässt sich der Brennnessel-Spinat auch in einem Auflauf verarbeiten. Brennnessel-Kartoffel-Auflauf wahlweise mit Feta hat sich als sehr lecker herausgestellt.

Die Samen, die ab Juli/August zu finden sind, können als eiweißreicher Snack für zwischendurch dienen oder angeröstet als letzter Schliff über den Salat gestreut werden.

Also nutz die Chance und gönne deinem Körper eine frische Ladung Naturmedizin.

Sauerteig-Brot backen

„Es sind nur noch drei Brote da.“ Oh-Oh. Nur noch drei Brote und keine neuen Brote in Arbeit- das bedeutet BROTNOTSTAND auf Hof Luna.

Ihr fragt euch jetzt bestimmt „Drei Brote sind doch noch da, wieso Notstand?„.

Die Hof Luna Brot-Rechnung: Wir sind grade circa 13 Leute hier, die mitessen. Brot wird zum Frühstück und Abendbrot gegessen. Und körperliche Arbeit macht hungrig- das heißt es wird viieell gegessen. Pro Mahlzeit gehen gut und gerne 2 Brote weg. Das heißt mit drei Broten kommen wir wahscheinlich nicht mal zwei Mahlzeiten weit.

Du siehst das Problem noch nicht?

Das Brot, was wir hier backen, ist ein Sauerteig-Brot. Und Sauerteig braucht, wie ihr euch vielleicht erinnert: Geduld, Zuwendung und Nahrung. Konkret heißt das, dass es ziemlich genau 24 Stunden braucht für ein gutes Sauerteig-Brot. Jetzt ist gerade Frühstückszeit – das Brot wird also vermutlich nicht mal für heute Abend reichen. Was machen wir nur? Die Rettung: Das Notbrot, mit Hefe gebacken.

So backen wir Sauerteig-Brot

Sauerteig-Brot wird in mehreren Etappen gebacken. In der ersten Phase wird der Vorteig erstellt- am besten abends, da er danach 12 Stunden gehen sollte.

Für den Vorteig nimmst du 90g von deinem Sauerteig-Starter und verrührst ihn mit 200ml lauwarmen Wasser in einer Schüssel. (Wie du einen Sauerteig-Starter herstellst, kannst du in meinem vorherigen Artikel ‚Das Geheime Leben des Sauerteigs‘ nachlesen) Sobald keine Klümpchen mehr da sind, gibst du das Mehl dazu (220g). Hier wird immer mit selbstgemahlenem Vollkornmehl gebacken (Weizen- , Dinkel und/oder Roggenmehl). Jedes Getreide hat etwas andere Eigenschaften, sowohl bei Geschmack und Bekömmlichkeit als auch bei den Backeigenschaften. Probiere einfach aus, was für dich funktioniert. Alles gut verrühren. Die Konsistenz sollte schon eher fest- allerdings noch rührbar sein.


Rezept für 1 Sauerteig-Brot

Vorteig

  • 90g Sauerteig-Starter
  • 220g Mehl
  • 200ml lauwarmes Wasser

Hauptteig

  • Vorteig
  • 330ml lauwarmes Wasser
  • 430g Mehl
  • 1TL Salz
  • 0,5TL Gewürze (Koriander, Fenchel, Kümmel etc.)

Große Kastenform, Öl zum einfetten der Form


Decke die Schüssel mit einem Geschirrtuch ab und stelle sie an einen warmen Ort für etwa 12 Stunden.

Jetzt bietet es sich natürlich noch an deinen Sauerteig-Starter aufzufrischen. Die Anleitung dazu kannst du hier noch mal nachlesen: https://wirerdenkinder.family.blog/2020/04/14/das-geheime-leben-des-sauerteigs/

Am nächsten Morgen geht es dann weiter. Jetzt wird der Hauptteig hergestellt. Der Vorteig sollte etwas an Volumen zugenommen haben. Den Vorteig mit etwa der Hälfte des Wassers verrühren (150ml) und dann nach und nach Mehl (430g) und den Rest des Wassers (180ml) hinzugeben. Natürlich kannst du auch gleich alles zusammenschütten- es hilft aber durchaus es nach und nach zu machen, um einen möglichst homogenen Teig zu erhalten. Dann noch das Salz und die Gewürze dazu geben. Die Gewürze dienen vor allem der besseren Bekömmlichkeit. Hier kannst du z.B. eine fertige Brotgewürzmischung nehmen oder einfach selber experimentieren. Gut geeignet sind beispielsweise Kümmel, Koriander oder Fenchel. Nun wird der Teig ordentlich durchgeknetet. Optimalerweise 20min.


Beispiel Ablauf

Tag 1, 20 Uhr: Vorteig ansetzten

Tag 2, 8 Uhr: Hauptteig herstellen

Tag 2, 14 Uhr: Brot in die Form bringen

Tag 2, 15 Uhr : Brot backen

Tag 2, 15:55 Uhr: Brot fertig, auskühlen lassen


Ja, ich weiß, das ist ziemlich lang. Ich habe da auch leicht reden. Wir haben hier so eine fancy Knetmaschine, die das für uns erledigt- sogar mit Zeitschaltuhr. Das Gute beim mit der Hand kneten ist, dass du gleich die Konsistenz prüfen kannst. Hier gilt: der Teig sollte so fest sein, dass er die Form beibehält; darf aber noch ein bisschen klebrig sein.

Wenn du nach deinem Empfinden lang genug geknetet hast, decke die Schüssel wieder zu und stelle das Ganze für weitere mindestens 6 Stunden an einen warmen Ort. Hier ist die Zeitangabe relativ flexibel nach hinten raus. Schau einfach wie es in deinen Tagesablauf passt. Dem Brotteig macht es nichts etwas länger zu warten.

Nächster Schritt: Das Brot kommt in die Form. Dazu eine Kastenform mit Öl einfetten und eine Fläche mit Mehl bestäuben. Auch hier sollte der Teig wieder aufgegangen sein, also mehr Volumen haben.

Den Teig aus der Schüssel kratzen und einige Male falten (falten NICHT kneten). Wir haben hier ein extra Werkzeug dafür- es geht aber auch von Hand. Nimm am besten etwas Mehl in die Hand, damit der Teig vielleicht nicht ganz so stark hängen bleibt. Für das Falten klappst du den Teig zusammen, drehst ihn um 90° und faltest ihn wieder und so weiter. Wiederhole dies so 5-6 mal. Es kommt dabei wohl auf Schnelligkeit an, habe ich mir sagen lassen. Um so schneller du faltest, desto weniger klebt der Teig an der Unterlage oder deinen Händen fest. Versuche am Ende etwa die Maße deiner Brotbackform zu falten und dann ab damit in die Kastenform. Wenn du magst, kannst du noch ein Muster ins Brot drücken, wie den bekannten Strich in der Mitte oder ähnliches- auch hier kann man kreativ ausprobieren.

Nun muss das Brot noch mal eine Stunde gehen. Hier ist es wirklich wichtig, dass es nur eine Stunde ist und nicht länger! Für die erste halbe Stunde stelle das Brot in den Ofen, den du auf etwa 30°C stellst (falls das bei deinem Ofen möglich ist). Nach den 30 Minuten das Brot rausholen und den Ofen bei Ober- Unterhitze auf 250°C vorheizen (Unser Ofen braucht ca. eine halbe Stunde um auf 250°C zu kommen, falls dein Ofen scneller ist, kannst du auch später dmait beginnen. wichtig ist nur, dass nach EINER Stunde der Ofen auf 250°C ist). Das Brot für 25min bei 250°C backen, dann die Temperatur runterstellen auf 180°C und weitere 30min backen.

Nach 55 Minuten den Ofen ausstellen, das Brot aus der Form holen und ohne Form wieder zurück in den noch warmen Ofen stellen. Dabei etwas in die Ofentür klemmen, damit sie einen Spalt geöffnet bleibt. Bei uns bleibt das Brot meist über die ganze Nacht zum Auskühlen noch im Ofen und wird dann erst am nächsten Tag in den Schrank geräumt.

Brotbacken, so habe ich hier gelernt, ist eine Wissenschaft für sich. Jedes Getreide hat verschiedene Eigenschaften, Mehlqualität und Grad der Mahlfeinheit, Wasser und Salzmenge haben Einfluss auf dein Brot, die Temperatur, die Mirkoorganismen in der Luft, die verstrichene Zeit, der Mondstand, deine Laune (Geduld vs. Hektik), unberechnenbare Faktoren (wie Mitbewohner, die den Ofen ausschalten während du vorheizt)… Alles das kann beeinflussen wie dein Brot im Endeffekt wird. So bleibt uns im Endeffekt nur ausprobieren, beobachten und anpassen.

Ich hoffe es ist alles gut verständlich beschrieben. Falls du noch Fragen hast oder vielleicht einen hilfreichen Kommentar für andere Backexperimentirende, schreibe gerne einen Kommentar unten drunter.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

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