“Ich bin ein Kind von Sonne, Mond und Sterne.
Ich bin ein Kind des Himmels und der Erde.
Ich bin ein Kind der Liebe und des Lichts.
Und ich werde, ich werde, ich werde, was ich bin.”
…
Singe ich begeistert mit und klopfe dabei mit meinen Händen den Takt auf die Erde. Das Lagerfeuer wirft sein flackerndes Licht auf unsere kleine Runde, das Rauschen der Wellen untermalt unseren Gesang und die klare Nachtluft schmeckt nach Wald, Sommer und Meer.
Das wäre für mich ein ziemlich perfekter Ausklang eines Tages.
DAS BIN ICH

Mein Name ist Mirja (was übrigens ‚Stern über dem Meer‘ heißt 🙂 ). Ich bin (fast) 24 und werde das nächste Jahr mit einem praxisorientierten Studium der Permakultur und der Selbstversorgung auf Hof Luna verbringen.
Ich umarme regelmäßig Bäume – auch gerne mal einen Menschen -, liebe alles, was mit Schokolade zu tun hat und wenn Tanzen als Sprache zählt, wäre das meine Muttersprache.
Neulich beim Trampen wurde ich von einem jungen Mann gefragt, ob ich ein Hippie sei. Nachdem wir kurz darüber gesprochen hatten, was das für ihn bedeutet, haben wir beide festgestellt, dass ich wohl oder übel seinem Klischee von einem Hippie entspreche: eine yogabegeisterte, veganlebende, junge Frau, die bunte Hosen trägt, per Anhalter mitfährt und kürzlich in Indien war. Na dann…

Daraufhin habe ich erst mal nachgeforscht, wie Hippie definiert wird. Da ich mit vielem, was ich herausgefunden habe, tatsächlich übereinstimme, finde ich es nicht mehr ganz so schlimm ein Klischee zu bedienen. Die Idee einer friedlicheren und humaneren Lebensweise, frei von gesellschaftlichen Zwängen und Leistungsdruck, umgesetzt in einer ländlichen Kommune (heute: Ökodorf), finde ich auch heute noch -oder gerade heutzutage- sehr wünschenswert.
Warum mache ich das hier?
Ich bin auf der Suche nach Wissen, was nicht in der Schule vermittelt wurde und was ich auch an der Uni nicht gefunden habe.
Vielleicht kennst du diese Situation: Vorne steht jemand und erzählt etwas, was du wissen sollst. Bei dir im Kopf nur ein Gedanke dazu: Wozu brauche ich das?
Ich persönlich hatte diesen Gedanken ziemlich oft. In der Schule sowieso, aber auch während des Studiums war der Anteil an nützlichem lebendigen Wissen sehr gering. Das hat mich frustriert, weil ich nicht das Gefühl hatte etwas sinnvolles zu tun. Dadurch habe ich angefangen Fragen zu stellen: Wofür brennt mein Herz? Was ist mein Beruf/meine Berufung? Wie möchte ich leben? Und wo? Was ist jetzt der nächste Schritt?
Ich kann noch lange nicht behaupten auf alle diese Fragen eine zufriedenstellende Antwort gefunden zu haben, vieles ist allerdings klarer als zuvor.
Der Weg
Vor etwa eineinhalb Jahren habe ich meinen Abschluss gemacht. Leider war mir da immer noch nicht wirklich klar, was ich damit -oder generell- machen wollte. Was macht man denn mit einem Biologie und Sportstudium (NICHT auf Lehramt)? Das wurde ich zwar seit Beginn meines Studiums ständig gefragt, hatte allerdings bis zum Schluss keine Antwort darauf.

Oft habe ich mich gefragt, ob das Studium überhaupt sinnvoll ist. Inzwischen habe ich erkannt, dass die Zeit an der Uni auf jeden Fall ein wichtiger Teil meines Weges war: als Selbstentdeckungszeit und Ideenbringer.
In einem Modul über ‚Nachhaltige Gemeinschaften‘ hörte ich zum erstem Mal von Permakultur und war sofort begeistert. Meine Lieblingskurse waren Botanikkurse, wo wir Pflanzen bestimmt haben und für meine Bachelorarbeit habe ich Tomaten angebaut und mit selbsthergestellter Beinwelljauche gedüngt. Du siehst in welche Richtung es geht? –> Permakultur!
Ich selber habe noch etwas gebraucht, um das auch zu verstehen. Eine Yogalehrerausbildung, eine Thailand- und Indienreise, ein Bänderriss und eine Radtour durch Schweden später ist diese Erkenntnis endlich auch bei mir angekommen.

Ich habe viel gesehen und erlebt in der Zeit. Ich habe erkannt, dass unser Lebensstil einfach nicht mehr tragbar ist, dass es anders geht -und gehen muss- und wirklich wichtig dass JEDER etwas bewirken kann. Ich habe erkannt, dass ICH etwas bewirken kann. Und sei es nur, dass ein Mensch mehr -in diesem Fall also ich- einen bewussten, achtsamen und wertschätzenden Umgang mit der Natur pflegt.
Deshalb habe ich beschlossen mehr darüber zu lernen wie Mensch, Tier und Natur zusammenleben können.
Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt
Mahatma Gandhi
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